Ornamentrauschen

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Ornamentrauschen

Veranstaltungssaal25.04.2018, 20:00 - 22:00

Ornamentrauschen

Ornamentrauschen / زمزمه زینت

Mittwoch 25. April

Ornamentrauschen ist ein von Stefan Fraunberger und Schayan Kazemi ins Leben gerufener Möglichkeitsraum/Ensemble wie auch eine Kompositionsreihe im Sinne kultureller Kontinuität und deren ständiger Veränderung. Theoretische Traditionen und sonische Architekturen werden verkörperlicht und im Raum neu strukturiert. Der unregulierte Grenzfluss bildet Landschaft und Form – die Gegenwart der Aufführungspraxis. Ornamentrauschen ist minimaler Katastrophismus. Ein prämoderner Sturm aus Rezeptionsgewohnheiten, Weltbildern, Mathematiken und Wahrnehmungen. Die ornamentierende Linie der Gegenwart als Krise auf uniformistischen Leinwänden. Unordnung für Traditionalismen und Umnachtung für Modernismen. Eine unterirdische Strömung aus strukurellem Chaos und harmonischen Teilchenbeschleunigern dessen was das Denken ordnen möchte. Ornamentrauschen versteht sich als abstrakte Musik soziale Skulptur wie auch als relationäre Architektur, die sich aus dem Wasser kultureller Grenzflüsse nährt. Ein Tauchgang im Herz der Intervallkrise aus Ja und Nein ornamentiert den Rausch des Undenkbaren. Nicht das Löschen von Möglichkeiten sondern die Transformation des Möglichen steht im Raum des Ornamentrausches.

Ornamentrauschen ist weder Elektronik noch Klassik. Kein Pop auch keine Weltmusik. Nicht ernst. Nicht unterhaltend. Nicht niedergeschrieben und nicht improvisiert.

Ornamentrauschen ist minmale Auslotung des grenzbereiches von Stimmung und oraler Traditionen im fiktiven Raum der menschlichen Maschine. Elektronik ohne Strom. Ein installatives Konzert in dem Zeit und Wahrnehmung ist.


„sonic conceptions mediating individual perception and asymmetric sonic-architecture related to basic similarities and structural codes of premodern intonation-systems and rythmic architectures screened as transformable circles mirroring possible landscapes of relations.“

„the flow of things follows a line that constantly deflects at specific intervals and unites again at its ends“

ibn al-‚arabi; (insha’ad-dawa’ir / die Intention der Kreise)

„Es gibt keine Wiederhohlung in der Selbstmanifestation“

ibn al-‚arabi; (insha’ad-dawa’ir / die Intention der Kreise)

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